Meine Philosophie
Es gibt nur einen Weg die Angst zu besiegen - mitten durch sie hindurch. Wenn du drin bist, merkst du, dass es sie garnicht gibt.
"Mitten hindurch" heißt nicht "mit Hauruck und Gebrüll", sondern langsam, schrittweise, entspannt, empathisch, vertrauensvoll. Am allerbesten sogar spielerisch und voller Freude.
Angst findet immer in der Zukunft statt - wir haben Angst vor etwas, das passieren KÖNNTE.
Wenn du mal genauer überlegst, wirst du feststellen, dass fast nichts von dem, wovor du Angst hattest jemals wirklich eingetreten ist. Selbst Dinge, die in der Vergangenheit passiert sind (z.B. Unfälle) projizieren wir in die Zukunft, auch wenn es extrem unwahrscheinlich ist, dass sie wieder passieren.
Angst?? Icke? Neeee …
Angst ist also nichts Rationales. Angst ist ein Nervenzustand, der unterbewusst stattfindet und sehr schnell an Situationen gekoppelt wird. Er ist nicht logisch und findet nicht nur im Gehirn, sondern im ganzen Körper, im gesamten Nervensystem statt.
Ist Angst einmal da, entsteht oft eine Abwärtsspirale, vorallem wenn Reiter und Pferd betroffen sind und sich gegenseitig verstärken/bestätigen oder wenn wir uns unablässig innerlich mit ihr beschäftigen und "Angst vor der Angst" kriegen. Dann braucht es oft Hilfe von Außen, um gelingende, gute Situationen herzustellen, auf deren Basis neues Vertrauen wachsen und die Angst verdrängen kann.
Komfortzone
Angst hat mit Komfortzone zu tun - unsere Komfortzone ist der Bereich, in dem wir uns sicher fühlen, also keine Angst haben. Meist merken wir (oder unser Pferd) garnicht, wie unsere Komfortzone kleiner wird - das passiert nämlich ganz von alleine, wenn wir nicht ständig dagegen vorgehen. Wir fangen zuerst an, kleine Situationen zu meiden, das weitet sich dann ggf. aus. Eines Tages stehen wir mit dem Rücken zur Wand und haben Schnappatmung - wegen einer Kuh hinter einem Zaun oder einem Stück Plastikfolie. Ich war da schon.
Spielt euch frei!
Der Weg raus ist lächerlich einfach: spielen. Kennst du das, wenn Kinder spielen und alles um sich rum vergessen und dann plötzlich etwas machen, das sie garnicht gemerkt haben? Plötzlich haben sie die Komfortzone verlassen und merken es garnicht. Mutproben, Kämpfe, Rollenspiele - alles eine Art der spielerischen Komfortzonen-Erweiterung.
Beim Spielen wird etwas im Gehirn aktiviert (google das ruhig, ich bin kein Neurologe ;), das erstens nicht nur Stress abbaut (bei Reiter und Pferd), sondern auch hocheffizientes Lernen ermöglicht.
Was du NICHT brauchst:
- Mut
- Willenskraft
- Erfahrung
- "da muss er jetzt mal durch"
- nicht hingucken lassen
- besonderes/schräferes Equipment
- mehr Druck (ganz sicher nicht!)
Vertrauen
Wenn ein Pferd einem richtig vertraut, ist fast egal, ob es die Situation, der wir es aussetzen, schon kennt.
Ein Pferd, das konsequent gelernt hat, dass es sich auf seinen Menschen verlassen kann, wird bei jeder Neuheit schnell vertrauen fassen. Ängstliche Reiter würgen Neugier und Entdeckergeist oft ab, aus Angst das Pferd könne zur Seite springen, sich erschrecken, verletzen, sie abwerfen. Damit impfen sie ihrem Pferd ungewollt die eigenen Ängste und Sorgen ein. Sie wollen es schützen, doch machen es unsicherer. Das geht bis zur Panikattacke und völligem Kontrollverlust.
Wenn du schon in so einer Spirale bist, handle besser sofort, solche Ängste steigern sich, wenn sie einmal da sind, oft sehr schnell und führen zu allen möglichen Begleit-Problemen, die oft garnicht in Verbindung gebracht werden.
Natürlich gibt es auch Unfälle, Stallwechsel, Besitzerwechsel, Klinikaufenthalte, Krankheiten oder einfach nur: Jungpferde bzw. unerfahrene Pferde. Völlig normal, dass es hier Nervosität gibt und ein starker Gelände-Begleiter gesucht wird. Am Ende ist die Behandlung immer die gleiche: Viel Geduld und viele kleine Herausforderungen, die IMMER positiv absolviert und als glorreicher Erfolg gefeiert werden.
Selbstregulation
Emotionale Selbstregulation ist der Schlüssel zu einem entspannten Miteinander in stressigen Momenten. Sowohl Reiter als auch Pferd können sie lernen. Ja, du hörst richtig: Wir können deinem Pferd beibringen. sich selbst emotional zu regulieren. Wenn wir dir und deinem Pferd einige Techniken beibringen, die ihr regelmäßig wiederholt, wirst du sehr bald merken: Dein Pferd fängt an, selbst zu merken, dass es Stress bekommt und eigenständig Techniken anzuwenden, um sich wieder runterzubringen und klare Gedanken fassen zu können. Sehr oft lösen sich dadurch auch andere Probleme in Luft auf, die man bisher garnicht in Verbindung gebracht hatte.
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